Antwort
Die Basis ist die orale Rehydratation: Bei Durchfall verliert der Körper Wasser, Natrium, Kalium und Bicarbonat — die Lösung ersetzt alles zugleich. Die WHO-Lösung enthält Glucose und Natrium in einem Verhältnis, das den gekoppelten Transport über SGLT1 in der Darmzelle nutzt: Natrium wird nur zusammen mit Glucose aufgenommen, und das Wasser folgt. Fertigpräparate wie Elotrans oder Oralpädon werden in abgekochtem Wasser gelöst und schluckweise getrunken — Erwachsene ein bis zwei Liter täglich zusätzlich, Kinder 50 bis 100 Milliliter pro Kilogramm über vier Stunden, nach jedem Stuhl eine Portion. Cola und Salzstangen sind ungeeignet: zu viel Zucker, zu wenig Natrium, kein Kalium.
Vorgehen in der Apotheke
Weitere Mittel: Racecadotril gegen die Sekretion; Probiotika wie Saccharomyces boulardii oder Lactobacillus, die die Dauer um etwa einen Tag verkürzen; Tannin-Eiweiß und Kohle mit schwachem Beleg; Ingwer bei Übelkeit; bei Reisedurchfall in bestimmten Regionen ein Antibiotikum vom Arzt. Beim Essen: keine Nahrungskarenz, leicht verdauliche Kost — Reis, Bananen, Zwieback, Kartoffeln —, kein Fett, keine Milch für einige Tage. Warnzeichen für den Arzt: Fieber über 38,5, Blut oder Schleim im Stuhl, Dauer über drei Tage, starke Bauchschmerzen, Zeichen der Austrocknung — trockene Schleimhäute, wenig Urin, Schwindel, stehende Hautfalte —, Säuglinge, Ältere und chronisch Kranke, Rückkehr aus den Tropen. Bei Kaliumverlust sind Digoxin- und Diuretika-Patienten besonders gefährdet.
Merke
Rehydratation mit Glucose-Natrium-Lösung über SGLT1, Kalium dabei, keine Cola — Racecadotril, Probiotika; Fieber, Blut, drei Tage, Austrocknung, Säuglinge zum Arzt.