Antwort
Zuerst kläre ich, wie viel er genommen hat, wogegen, seit wann und ob er Beschwerden hat — besonders Unruhe, Krämpfe im Gesicht, in Zunge oder Nacken, Blickkrämpfe, Zittern. Dann erkläre ich freundlich, warum das keine gute Idee war: Metoclopramid ist verschreibungspflichtig, weil es Nebenwirkungen hat, die eine ärztliche Abwägung brauchen — Bewegungsstörungen, die bei jungen Menschen, Frauen und bei Überdosierung plötzlich auftreten; Wechselwirkungen mit Antidepressiva, Antipsychotika, Levodopa, das es unwirksam macht, und Sedativa; Kontraindikationen wie Parkinson und Epilepsie. Und weil die Ursache der Übelkeit geklärt werden muss — Übelkeit ist ein Symptom, kein Krankheitsbild.
Vorgehen in der Apotheke
Wenn er beschwerdefrei ist und nur wenige Tabletten genommen hat: nicht weiternehmen, die Beschwerden beobachten, bei Übelkeit rezeptfrei Dimenhydrinat oder — bei Magenverstimmung — Ingwer und Diät, bei anhaltender Übelkeit über zwei Tage, Erbrechen, Bauchschmerzen, Fieber, Kopfschmerz oder bei Schwangerschaft zum Arzt. Treten Krämpfe auf: sofort in die Notaufnahme — sie werden mit Biperiden behandelt und sind harmlos, wenn sie behandelt werden, aber beängstigend. Grundsätzlich: Arzneimittel, die anderen verordnet wurden, sind für diese Person dosiert, und Weitergabe ist nicht nur riskant, sondern dem Bekannten auch nicht erlaubt.
Merke
Wie viel, wogegen, Beschwerden? Dann erklären: Rx wegen Bewegungsstörungen und Wechselwirkungen, Ursache klären — Krämpfe heißen Notaufnahme und Biperiden; keine Weitergabe.