Fachsprachprüfung (FSP)
Der Schritt vor der Kenntnisprüfung

Bevor Sie zur Kenntnisprüfung oder zur Approbation kommen, müssen Sie nachweisen, dass Ihr Deutsch für den ärztlichen Alltag reicht. Das geschieht in Niedersachsen und den meisten anderen Bundesländern in der Fachsprachprüfung der Ärztekammer. Verlangt werden Fachsprachkenntnisse auf dem Niveau C1 – nicht Grammatikwissen, sondern die Fähigkeit, mit Patienten und Kollegen sicher zu sprechen und zu schreiben.

Die drei Teile

  1. Arzt-Patienten-Gespräch. Sie erheben bei einer Schauspielpatientin oder einem Schauspielpatienten die Anamnese: aktuelle Beschwerden, Vorerkrankungen, Medikamente, Allergien, Sozial- und Familienanamnese. Fachbegriffe müssen Sie in verständliche Alltagssprache übersetzen, denn der Patient versteht kein Latein.
  2. Dokumentation. Sie halten das Gespräch schriftlich fest – auf dem Anamnesebogen der Kammer oder als kurzer Arztbrief. Hier zählen Fachsprache, Abkürzungen und Vollständigkeit.
  3. Arzt-Arzt-Gespräch. Sie stellen den Fall einer Prüferin oder einem Prüfer vor, wie bei einer Übergabe: Verdachtsdiagnose, Differenzialdiagnosen, geplante Diagnostik und Therapie. Dann folgen Nachfragen und Fachbegriffe.

Jeder Teil dauert üblicherweise rund 20 Minuten. Die genaue Durchführung, die Gebühren und die Anmeldung regelt jede Ärztekammer selbst; verbindlich sind nur ihre eigenen Angaben. Für Niedersachsen: Ärztekammer Niedersachsen.

Drei Apps zum Üben

Jede App ist eigenständig und wird einzeln gekauft. Die Beschreibungen sind die der jeweiligen Store-Seiten.

Mit Menschen üben

Die Fachsprachprüfung lässt sich allein nur begrenzt trainieren – das Gespräch braucht ein Gegenüber. Auf PassPeers bieten Menschen, die die FSP bereits bestanden haben, Übungsgespräche online an.

Nach der Fachsprachprüfung folgt die Kenntnisprüfung – dort geht es um das medizinische Wissen, mit Patientenvorstellung und 60 bis 90 Minuten Prüfungsgespräch.