Fachsprachprüfung Pharmazie · Herz-Kreislauf · Fall aus der App „FSP Apotheker“
Fall: Clexane 40 mg Fertigspritze
Beratungsgespräch, AMK-Berichtsbogen, Kollegengespräch und Prüferfragen
Ein Übungsfall für die Fachsprachprüfung für Apothekerinnen und Apotheker: 49 Gesprächszüge im Beratungsgespräch, der AMK-Berichtsbogen mit 30 ausgefüllten Feldern, das Kollegengespräch, 10 Prüferfragen und 20 Fachbegriffe. Hier stehen die ersten Abschnitte des Gesprächs – Begrüßung und Anliegen und Anamnese, 11 Züge – zum Lesen; alles Weitere ist in der App.
- ArzneimittelEnoxaparin-Natrium · niedermolekulares Heparin · Fertigspritze zur Injektion unter die Haut 40 mg/0,4 ml · verschreibungspflichtig
- AnwendungsgebietThromboseprophylaxe in der Schwangerschaft
- PatientinMarta Novak, 32 Jahre (erfunden)
- NebenwirkungGroße schmerzhafte Blutergüsse an der Einstichstelle
Teil 1: Das Beratungsgespräch – der Anfang
Links die Apothekerin, rechts die Patientin; darunter der Beratungspunkt, der daraus festgehalten wird, und gelegentlich ein Tipp. Lesen Sie die Antwort der Patientin und formulieren Sie Ihre nächste Frage laut und laienverständlich, bevor Sie weiterlesen.
Begrüßung und Anliegen
ApothekerinGuten Tag, was kann ich für Sie tun?
PatientinGuten Tag. Ich habe ein Rezept für Spritzen, die ich mir selbst geben soll. Clexane.
Tipp„Die ich mir selbst geben soll“ verrät die eigentliche Aufgabe: Es geht um Anleitung, nicht nur um Abgabe.
ApothekerinGern. Clexane 40 Milligramm Fertigspritzen — für Sie selbst?
PatientinJa. Ich bin in der 14. Woche schwanger.
BeratungspunktFür wen — Patientin selbst; Schwangerschaft in der 14. Woche
TippDie Schwangerschaft ändert alles Weitere: die Beurteilung des Wirkstoffs, die Einstichstelle und die Aufklärung. Sie steht deshalb hier ganz vorn.
ApothekerinHerzlichen Glückwunsch. Ich würde Ihnen gern einiges zur Anwendung zeigen — haben Sie ein paar Minuten?
PatientinJa, gern. Ehrlich gesagt habe ich ziemlichen Respekt davor.
TippDie Angst vor dem Selbstspritzen ist der eigentliche Gegenstand dieses Gesprächs. Nehmen Sie sie auf, statt sie zu übergehen.
Anamnese
ApothekerinWarum hat der Arzt Ihnen die Spritzen verordnet?
PatientinMeine Mutter hatte eine Thrombose in der Schwangerschaft, und bei mir wurde etwas im Blut gefunden. Faktor-V-Leiden.
BeratungspunktIndikation — Thromboseprophylaxe bei Faktor-V-Leiden und positiver Familienanamnese
ApothekerinSeit wann spritzen Sie?
PatientinSeit etwa vier Wochen, seit dem Befund.
BeratungspunktVorerfahrung — Injektionen seit etwa 4 Wochen
TippBei einer Folgeverordnung ist die Frage nach der bisherigen Handhabung wichtiger als die Erklärung von vorn. Beides brauchen Sie hier.
ApothekerinWie kommen Sie damit zurecht?
PatientinDas Spritzen selbst geht. Aber ich habe überall große blaue Flecken, und es tut weh.
BeratungspunktVerträglichkeit — ausgedehnte Hämatome an den Einstichstellen, schmerzhaft
TippDie Patientin nennt das Problem von sich aus und früh. Nehmen Sie es auf, arbeiten Sie aber erst die Anwendung durch — Sie brauchen die Details der Technik, um es einordnen zu können.
ApothekerinDarauf komme ich gleich zurück, das schauen wir uns genau an. Zuvor: Nehmen Sie weitere Medikamente?
PatientinFolsäure und Jod. Sonst nichts.
BeratungspunktBegleitmedikation — Folsäure, Jodid
ApothekerinNehmen Sie gelegentlich Schmerzmittel?
PatientinParacetamol, wenn ich Kopfschmerzen habe. Ibuprofen nicht, das hat die Ärztin verboten.
BeratungspunktBegleitmedikation — Paracetamol bei Bedarf; NSAR ärztlich untersagt
TippDass die Patientin die NSAR-Einschränkung kennt, ist ein gutes Zeichen — in der Schwangerschaft und unter Heparin gilt sie doppelt.
ApothekerinSind weitere Erkrankungen bekannt, besonders an Nieren oder Leber?
PatientinNein, alles in Ordnung.
BeratungspunktVorerkrankungen — keine; Nieren- und Leberfunktion unauffällig
TippEnoxaparin wird über die Niere ausgeschieden. Bei eingeschränkter Nierenfunktion muss die Dosis angepasst werden.
ApothekerinHaben Sie Allergien oder Unverträglichkeiten?
PatientinNein.
BeratungspunktAllergien — keine bekannt
ApothekerinUnd rauchen Sie oder trinken Sie Alkohol?
PatientinBeides nicht, schon seit dem Kinderwunsch nicht mehr.
BeratungspunktGenussmittel — Nichtraucherin, kein Alkohol
Was in der App folgt
Weiter im Beratungsgespräch (38 weitere Züge):
- Das Arzneimittel (2 Gesprächszüge)
- Anwendung und Dosierung (10 Gesprächszüge)
- Nebenwirkungen (4 Gesprächszüge)
- Wechselwirkungen (3 Gesprächszüge)
- Aufbewahrung (3 Gesprächszüge)
- Entsorgung (3 Gesprächszüge)
- Hinweise und Grenzen der Selbstmedikation (2 Gesprächszüge)
- Die aufgetretene Nebenwirkung (9 Gesprächszüge)
- Abschluss (2 Gesprächszüge)
Teil 2: AMK-Berichtsbogen – 30 Felder in 8 Teilen:
- Patient/in
- Beobachtete unerwünschte Wirkung
- Arzneimittel
- Krankheiten und andere anamnestische Besonderheiten
- Relevante Untersuchungsergebnisse
- Maßnahmen/Therapie
- Folgen und Verlauf
- Apotheke
Teil 3: Kollegengespräch – die Übergabe in 7 Blöcken:
- Anlass
- Die Patientin
- Das Arzneimittel
- Die Nebenwirkung
- Angaben aus der Fachinformation
- Einordnung
- Weiteres Vorgehen
Teil 4: Prüferfragen – 10 Fragen mit Antwort, zu Wirkstoff, Anwendung, Aufbewahrung, Entsorgung, Sicherheit, Nebenwirkung, Beratung, AMK.
Teil 5: Fachbegriffe – 20 Begriffe dieses Falls, Fachsprache und Laiensprache.
Den ganzen Fall üben
Das ganze Beratungsgespräch, den AMK-Berichtsbogen, das Kollegengespräch, die Prüferfragen mit Antworten und die Fachbegriffe dieses Falls gibt es in der App „FSP Apotheker“ – im Browser, auf dem iPhone und iPad oder auf Android. Die Vollversion im Browser kostet einmalig 29,99 € – kein Abo, kein Konto.
Ein Kauf im App Store oder bei Google Play gilt nur dort, ein Kauf im Browser nur im Browser.
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