Fachsprachprüfung Pharmazie · Atemwege · Fall aus der App „FSP Apotheker“
Fall: Dextromethorphan 30 mg
Beratungsgespräch, AMK-Berichtsbogen, Kollegengespräch und Prüferfragen
Ein Übungsfall für die Fachsprachprüfung für Apothekerinnen und Apotheker: 53 Gesprächszüge im Beratungsgespräch, der AMK-Berichtsbogen mit 28 ausgefüllten Feldern, das Kollegengespräch, 10 Prüferfragen und 20 Fachbegriffe. Hier stehen die ersten Abschnitte des Gesprächs – Begrüßung und Anliegen und Anamnese, 14 Züge – zum Lesen; alles Weitere ist in der App. In der Web-Version ist dieser Fall frei.
- ArzneimittelDextromethorphan · Antitussivum · Hartkapseln 30 mg · rezeptfrei
- Anwendungsgebiettrockener Reizhusten
- PatientViktor Sommer, 35 Jahre (erfunden)
- NebenwirkungVerwirrtheit, Halluzinationen und starker Schwindel am Abend
Teil 1: Das Beratungsgespräch – der Anfang
Links die Apothekerin, rechts der Patient; darunter der Beratungspunkt, der daraus festgehalten wird, und gelegentlich ein Tipp. Lesen Sie die Antwort des Patienten und formulieren Sie Ihre nächste Frage laut und laienverständlich, bevor Sie weiterlesen.
Begrüßung und Anliegen
ApothekerinGuten Tag, was kann ich für Sie tun?
PatientGuten Tag. Ich brauche etwas gegen Husten. Etwas Starkes, ich komme nachts nicht zur Ruhe.
Tipp„Etwas Starkes“ ist eine Erwartung, keine Indikation. Klären Sie erst die Art des Hustens.
ApothekerinIst es für Sie selbst?
PatientJa.
BeratungspunktFür wen — Patient selbst
ApothekerinIch stelle Ihnen ein paar Fragen, damit ich das Richtige finde. Ist das recht?
PatientJa, bitte.
Anamnese
ApothekerinIst der Husten trocken, oder kommt Schleim?
PatientTrocken. Es kratzt und reizt, aber es kommt nichts.
BeratungspunktBeschwerden — trockener Reizhusten ohne Auswurf
TippDie Unterscheidung zwischen trockenem und produktivem Husten entscheidet über die ganze Auswahl. Sie ist die erste Frage.
ApothekerinSeit wann?
PatientSeit drei Tagen. Angefangen hat es mit Halskratzen.
BeratungspunktDauer — seit 3 Tagen, im Rahmen eines beginnenden Infekts
ApothekerinWann ist es am schlimmsten?
PatientNachts. Kurz vor dem Einschlafen geht es los, dann liege ich stundenlang wach.
BeratungspunktAuslöser — nächtliche Verstärkung, besonders beim Einschlafen
TippDer nächtliche Reizhusten ist die eigentliche Indikation eines Antitussivums. Halten Sie ihn fest — er begründet auch den Einnahmezeitpunkt.
ApothekerinHaben Sie Fieber, Atemnot oder Schmerzen beim Atmen?
PatientNein, nichts davon.
BeratungspunktAlarmsymptome — kein Fieber, keine Atemnot, keine atemabhängigen Schmerzen
ApothekerinHaben Sie Blut gehustet, oder ist der Auswurf verfärbt?
PatientEs kommt ja nichts. Blut auf keinen Fall.
BeratungspunktAlarmsymptome — keine Hämoptyse, kein verfärbter Auswurf
ApothekerinRauchen Sie? Und sind bei Ihnen Asthma oder eine chronische Bronchitis bekannt?
PatientIch rauche nicht. Asthma hatte ich als Kind, seit Jahren nichts mehr.
BeratungspunktVorerkrankungen — Asthma in der Kindheit, seit Jahren beschwerdefrei; Nichtraucher
TippEin Antitussivum bei Asthma oder COPD ist heikel: Der Husten hat dort eine Schutzfunktion. Fragen Sie ausdrücklich danach.
ApothekerinNehmen Sie regelmäßig Medikamente ein?
PatientJa. Seit ein paar Monaten Sertralin, wegen einer depressiven Episode.
BeratungspunktBegleitmedikation — Sertralin (SSRI) seit einigen Monaten
TippHier liegt der Fall. Sertralin und Dextromethorphan sind eine ernst zu nehmende Kombination — merken Sie sie, führen Sie aber die Anamnese zu Ende.
ApothekerinWissen Sie die Dosis?
Patient50 Milligramm, morgens.
BeratungspunktBegleitmedikation — Sertralin 50 mg morgens
ApothekerinNehmen Sie sonst noch etwas — auch pflanzliche Mittel oder Nahrungsergänzung?
PatientNein.
BeratungspunktBegleitmedikation — sonst keine
ApothekerinHaben Sie Allergien oder Unverträglichkeiten?
PatientNein.
BeratungspunktAllergien — keine bekannt
ApothekerinUnd trinken Sie Alkohol?
PatientAm Wochenende ein paar Bier.
BeratungspunktGenussmittel — Nichtraucher, Alkohol am Wochenende
Was in der App folgt
Weiter im Beratungsgespräch (39 weitere Züge):
- Das Arzneimittel (4 Gesprächszüge)
- Anwendung und Dosierung (6 Gesprächszüge)
- Nebenwirkungen (3 Gesprächszüge)
- Wechselwirkungen (4 Gesprächszüge)
- Aufbewahrung (3 Gesprächszüge)
- Entsorgung (2 Gesprächszüge)
- Hinweise und Grenzen der Selbstmedikation (2 Gesprächszüge)
- Die aufgetretene Nebenwirkung (13 Gesprächszüge)
- Abschluss (2 Gesprächszüge)
Teil 2: AMK-Berichtsbogen – 28 Felder in 8 Teilen:
- Patient/in
- Beobachtete unerwünschte Wirkung
- Arzneimittel
- Krankheiten und andere anamnestische Besonderheiten
- Relevante Untersuchungsergebnisse
- Maßnahmen/Therapie
- Folgen und Verlauf
- Apotheke
Teil 3: Kollegengespräch – die Übergabe in 7 Blöcken:
- Anlass
- Der Patient
- Das Arzneimittel
- Die Nebenwirkung
- Angaben aus der Fachinformation
- Einordnung
- Weiteres Vorgehen
Teil 4: Prüferfragen – 10 Fragen mit Antwort, zu Wirkstoff, Wechselwirkung, Sicherheit, Selbstmedikation, Anwendung, Grenzen, AMK, Beratung, Praxis.
Teil 5: Fachbegriffe – 20 Begriffe dieses Falls, Fachsprache und Laiensprache.
Den ganzen Fall üben
Dieser Fall gehört zu den Beispielfällen der Web-Version: Im Browser üben Sie ihn kostenlos und vollständig – das ganze Beratungsgespräch, den AMK-Bogen, das Kollegengespräch, die Prüferfragen und die Fachbegriffe. Die anderen Fälle schaltet die Vollversion frei. Die Vollversion im Browser kostet einmalig 29,99 € – kein Abo, kein Konto.
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