Fachsprachprüfung Pharmazie · Antiinfektiva · Fall aus der App „FSP Apotheker“
Fall: Cefaclor 250 mg/5 ml
Beratungsgespräch, AMK-Berichtsbogen, Kollegengespräch und Prüferfragen
Ein Übungsfall für die Fachsprachprüfung für Apothekerinnen und Apotheker: 38 Gesprächszüge im Beratungsgespräch, der AMK-Berichtsbogen mit 28 ausgefüllten Feldern, das Kollegengespräch, 10 Prüferfragen und 20 Fachbegriffe. Hier stehen die ersten Abschnitte des Gesprächs – Begrüßung und Anliegen und Anamnese, 9 Züge – zum Lesen; alles Weitere ist in der App. In der Web-Version ist dieser Fall frei.
- ArzneimittelCefaclor · Cephalosporin-Antibiotikum · Trockensaft 250 mg/5 ml · verschreibungspflichtig
- Anwendungsgebietbakterielle Mittelohrentzündung
- PatientJonas Weber, 5 Jahre (erfunden)
- NebenwirkungJuckender Hautausschlag am Rumpf am dritten Tag der Einnahme
Teil 1: Das Beratungsgespräch – der Anfang
Links die Apothekerin, rechts der Patient; darunter der Beratungspunkt, der daraus festgehalten wird, und gelegentlich ein Tipp. Lesen Sie die Antwort des Patienten und formulieren Sie Ihre nächste Frage laut und laienverständlich, bevor Sie weiterlesen.
Begrüßung und Anliegen
ApothekerinGuten Tag, was kann ich für Sie tun?
PatientGuten Tag, ich möchte dieses Rezept einlösen. Es ist für meinen Sohn.
TippBeim Rezept beginnt das Gespräch anders als in der Selbstmedikation: Die Indikation steht fest, die Aufgabe ist die Anwendung.
ApothekerinSehr gern. Auf dem Rezept steht Cefaclor Trockensaft. Für wen genau ist er — wie alt ist Ihr Sohn?
PatientJonas ist fünf. Er wiegt 19 Kilo.
BeratungspunktFür wen — Sohn der Kundin, 5 Jahre, 19 kg
TippAlter und Gewicht sind bei einem Kind keine Höflichkeitsfrage, sondern die Grundlage der Dosierung. Fragen Sie beides, bevor Sie irgendetwas erklären.
ApothekerinDamit ich Ihnen alles Wichtige mitgeben kann, hätte ich ein paar Fragen. Ist das in Ordnung?
PatientJa, bitte.
Anamnese
ApothekerinWas hat der Arzt festgestellt?
PatientEine Mittelohrentzündung. Jonas hatte drei Tage Fieber und Ohrenschmerzen.
BeratungspunktIndikation — bakterielle Mittelohrentzündung, ärztlich festgestellt
ApothekerinHat der Arzt mit Ihnen besprochen, wie der Saft gegeben werden soll?
PatientEr hat etwas von dreimal täglich gesagt, aber ehrlich gesagt ging das schnell.
BeratungspunktVorwissen — Dosierung nur unvollständig erinnert
TippDiese Frage klärt, wo Sie ansetzen müssen. „Ging schnell“ heißt: Sie erklären alles noch einmal von vorn, ohne die Ärztin zu kritisieren.
ApothekerinHat Jonas schon einmal ein Antibiotikum bekommen?
PatientJa, letztes Jahr einen Saft, ich weiß nicht mehr welchen.
BeratungspunktVorerfahrung — Antibiotikum im Vorjahr, Präparat unbekannt
ApothekerinSind bei ihm Allergien bekannt, besonders gegen Penicillin oder andere Antibiotika?
PatientNein, nichts bekannt.
BeratungspunktAllergien — keine bekannt, insbesondere keine Penicillinallergie
TippBei einem Cephalosporin ist die Penicillinallergie die entscheidende Frage: Zwischen beiden Gruppen gibt es Kreuzallergien. Fragen Sie ausdrücklich danach.
ApothekerinHat er andere Erkrankungen, oder nimmt er weitere Medikamente?
PatientNein, er ist sonst gesund. Nur Vitamin-D-Tropfen im Winter.
BeratungspunktVorerkrankungen und Begleitmedikation — gesund, saisonal Vitamin D
ApothekerinVerträgt er Milch und Milchprodukte normal?
PatientJa, problemlos.
BeratungspunktVerträglichkeit — keine Milchunverträglichkeit
TippDie Frage klärt zweierlei: die Verträglichkeit und ob der Saft mit Milch gegeben werden könnte. Bei Cefaclor ist das unkritisch — bei anderen Antibiotika nicht.
Was in der App folgt
Weiter im Beratungsgespräch (29 weitere Züge):
- Das Arzneimittel (2 Gesprächszüge)
- Anwendung und Dosierung (5 Gesprächszüge)
- Nebenwirkungen (3 Gesprächszüge)
- Wechselwirkungen (2 Gesprächszüge)
- Aufbewahrung (3 Gesprächszüge)
- Entsorgung (2 Gesprächszüge)
- Hinweise und Grenzen der Selbstmedikation (2 Gesprächszüge)
- Die aufgetretene Nebenwirkung (8 Gesprächszüge)
- Abschluss (2 Gesprächszüge)
Teil 2: AMK-Berichtsbogen – 28 Felder in 8 Teilen:
- Patient/in
- Beobachtete unerwünschte Wirkung
- Arzneimittel
- Krankheiten und andere anamnestische Besonderheiten
- Relevante Untersuchungsergebnisse
- Maßnahmen/Therapie
- Folgen und Verlauf
- Apotheke
Teil 3: Kollegengespräch – die Übergabe in 7 Blöcken:
- Anlass
- Der Patient
- Das Arzneimittel
- Die Nebenwirkung
- Angaben aus der Fachinformation
- Einordnung
- Weiteres Vorgehen
Teil 4: Prüferfragen – 10 Fragen mit Antwort, zu Darreichungsform, Aufbewahrung, Antibiotika, Sicherheit, Dosierung, Nebenwirkung, Bogen, Entsorgung, Kommunikation.
Teil 5: Fachbegriffe – 20 Begriffe dieses Falls, Fachsprache und Laiensprache.
Den ganzen Fall üben
Dieser Fall gehört zu den Beispielfällen der Web-Version: Im Browser üben Sie ihn kostenlos und vollständig – das ganze Beratungsgespräch, den AMK-Bogen, das Kollegengespräch, die Prüferfragen und die Fachbegriffe. Die anderen Fälle schaltet die Vollversion frei. Die Vollversion im Browser kostet einmalig 29,99 € – kein Abo, kein Konto.
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