Kenntnisprüfung Apotheker · Rezeptur und Defektur · Beispielfrage aus der App

Woher bekommen Sie Herstellungsanweisungen?

Eine Prüfungsfrage aus dem Fachgebiet Rezeptur und Defektur der mündlichen Kenntnisprüfung für Apothekerinnen und Apotheker – beantwortet so, wie man es am Prüfungstisch sagt. Lesen Sie die Frage, antworten Sie laut, und vergleichen Sie erst dann.

In der Prüfung wurde dazu ein Bild vorgelegt (Rezeptur). Beantworten Sie die Frage aus dem Text.

Antwort

Aus dem Neuen Rezeptur-Formularium an erster Stelle — dem NRF, das die Rezepturen standardisiert: Für einige hundert Zubereitungen liefert es fertige Vorschriften mit Zusammensetzung, Herstellung, Inprozesskontrollen, Kennzeichnung, Haltbarkeit und Rezepturhinweisen. Es wird vom Deutschen Arzneiprüfungsinstitut herausgegeben und ist Teil des Deutschen Arzneimittel-Codex; für die Apotheke ist es in Loseblattform oder online Pflicht.
Die Rezepturhinweise des NRF — auch zu Wirkstoffen, für die es keine Vorschrift gibt — geben pH-Bereiche, Inkompatibilitäten, geeignete Grundlagen und Haltbarkeit an.
Die DAC-Monographien für die Grundlagen und Hilfsstoffe.

Vorgehen in der Apotheke

Weitere Quellen: das Europäische und das Deutsche Arzneibuch mit den allgemeinen Monographien zu Darreichungsformen; die Rezepturdatenbanken der Softwarehäuser und der Fachverlage, die die Plausibilitätsprüfung und die Anweisung generieren; die Herstellerempfehlungen der Rezeptursysteme — Unguator, Topitec — für die Rührparameter; Fachzeitschriften und die Fortbildungsangebote des ZL, das die Ringversuche betreibt; und die Standardzulassungen für Teemischungen und einige Zubereitungen.
Für Individualrezepturen ohne Vorschrift schreibt der Apotheker die Anweisung selbst — auf der Grundlage einer verwandten NRF-Vorschrift, der Rezepturhinweise und der eigenen Plausibilitätsprüfung.
Der Vorteil der NRF-Vorschrift: Sie ist geprüft, stabil, dokumentiert und rechtlich sicher — und der Arzt kann sie direkt verordnen, etwa „Hydrophile Erythromycin-Creme 2 % NRF 11.77“. Bei solchen Verordnungen gilt die Plausibilität als erledigt.
Der Beratungssatz für den Arzt, der eine problematische Rezeptur verordnet: „Es gibt eine standardisierte Vorschrift im NRF — darf ich die verwenden?“ Das löst die meisten Fälle.

Merke

NRF zuerst, DAC und Arzneibuch dazu, Datenbanken und Hersteller als Hilfe — und für den Rest schreibt der Apotheker selbst.

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Die App „Kenntnisprüfung Apotheker“ enthält 2.201 Fragen mit ausformulierten Antworten in gesprochener Prüfungsform und einen Rezept-Trainer mit 29 Rezepten. Diese Frage gehört zu den 192 freien Beispielen der Web-Version – im Browser üben Sie sie kostenlos, mit Lernfortschritt und Lesezeichen. Die Vollversion kostet einmalig 29,99 € – kein Abo, kein Konto.

Ein Kauf im App Store oder bei Google Play gilt nur dort, ein Kauf im Browser nur im Browser.

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