Antwort
Bandagen sind elastische Textilien mit Kompression und teils Pelotten, die Gelenke stützen, die Propriozeption verbessern und Schwellungen mindern — Knie, Sprunggelenk, Ellenbogen, Handgelenk, Rücken; Medizinprodukte der Klasse I, als Hilfsmittel verordnungsfähig bei Indikation, in Konfektionsgrößen nach Umfang. Orthesen sind Stützapparate mit Schienen oder Gelenken, die Bewegungen führen, begrenzen oder ruhigstellen — Handgelenkorthesen bei Karpaltunnel, Knieorthesen nach Bandverletzung, Sprunggelenkorthesen, Halskrausen, Lumbalorthesen; teils Klasse I, individuell angepasst über Sanitätshäuser oder Orthopädietechniker. Einlagen — orthopädische Schuheinlagen — sind Hilfsmittel nach Abdruck vom Orthopädieschuhtechniker; Fertigeinlagen aus der Apotheke sind Komfortprodukte ohne Erstattung. Die Präqualifizierung bestimmt, was die Apotheke abrechnen darf — Bandagen in Konfektion meist ja, angepasste Orthesen und Maßeinlagen nur mit Fachpersonal.
Vorgehen in der Apotheke
Beratung: Größe nach Messanleitung des Herstellers, meist Umfang oberhalb oder unterhalb des Gelenks; Tragedauer nach Anweisung — Bandagen bei Belastung, nicht nachts, Orthesen nach Verordnung; Sitz ohne Einschnürung, Haut prüfen, bei Taubheit oder Blaufärbung lockern; Waschen per Hand; Kontraindikationen bei Durchblutungsstörung, Lymphabfluss, Hautschäden. Und die Grenze zur Kompression: Bandagen stützen, Kompressionsstrümpfe therapieren Venen — nicht verwechseln. Für die Prüfung: Bandage stützt und komprimiert leicht, Orthese führt oder stellt ruhig, Einlage nach Abdruck; Klasse I, Hilfsmittel mit Präqualifizierung; Größe nach Umfang, Haut prüfen.
Merke
Bandagen stützen elastisch, Orthesen führen oder stellen ruhig mit Schienen, Einlagen nach Abdruck — Klasse I, Hilfsmittel mit Präqualifizierung; Größe nach Umfang messen, nicht nachts, Haut prüfen; Kompressionsstrümpfe sind etwas anderes.