Antwort
In der Praxismessung gilt ein Blutdruck ab 140 zu 90 mmHg als Hochdruck. Darunter staffelt sich:
optimal — unter 120 zu 80;
normal — bis 129 zu 84;
hochnormal — bis 139 zu 89;
Grad 1 — ab 140 zu 90;
Grad 2 — ab 160 zu 100;
Grad 3 — ab 180 zu 110.
Für die Selbstmessung zu Hause liegt die Grenze niedriger, bei etwa 135 zu 85, weil zu Hause die Anspannung fehlt.
Ein einzelner hoher Wert ist noch keine Diagnose. Nötig sind wiederholte Messungen an verschiedenen Tagen, und die Diagnose stellt der Arzt.
Erhöht ist der Druck schon dann, wenn einer der beiden Werte darüber liegt — der systolische allein genügt.
Beratung
Was Sie einem Kunden mit einem einzelnen hohen Wert sagen:
Nicht erschrecken. Aufregung, Kaffee, eine Treppe, ein Streit — der Druck schwankt über den Tag erheblich.
Mehrfach messen, morgens und abends, über eine oder zwei Wochen, und die Werte aufschreiben.
Zum Arzt, wenn die Werte wiederholt über der Grenze liegen.
Sofort zum Arzt oder in die Klinik bei Werten über 180 zu 110 mit Beschwerden — Kopfschmerz, Sehstörung, Luftnot, Brustschmerz, neurologische Ausfälle. Das ist ein Notfall.
Der wichtigste Satz für die Beratung: Hoher Blutdruck tut nicht weh. Deshalb wird er so lange übersehen und deshalb setzen so viele ihre Tabletten ab, sobald sie sich gut fühlen. Wer das anspricht, hat mehr für die Therapietreue getan als mit jeder Erklärung des Wirkmechanismus.
Merke
Ab 140 zu 90 in der Praxis, ab 135 zu 85 zu Hause — und einer der beiden Werte genügt.