Antwort
Die Apotheke ist die Anlaufstelle für Kranke; der Schutz liegt in der Organisation, nicht in der Abweisung. Abstand über den HV-Tisch mit Spuckschutz aus Acrylglas, der seit 2020 in den meisten Offizinen geblieben ist; dem Kunden eine medizinische Maske anbieten und ihn bitten, sie zu tragen; das Gespräch kurz halten, Beratung in der Diskretionszone mit Abstand statt direkt am Tresen; nach dem Kontakt Händedesinfektion und Wischdesinfektion des Kartenlesers. Lüften — Stoßlüftung mehrmals täglich oder eine Lüftungsanlage; CO2-Messgeräte zeigen, wann. Personal mit erhöhtem Risiko trägt in Infektionswellen selbst FFP2. Der Kunde bekommt, was er braucht, und den Rat, sich bei hohem Fieber oder Atemnot ärztlich vorzustellen — telefonisch angemeldet.
Vorgehen in der Apotheke
Der Botendienst ist die zweite Antwort: Wer krank ist, muss nicht kommen — Vorbestellung per App oder Telefon und Lieferung an die Tür vermeiden den Kontakt im Laden ganz. Bei Verdacht auf meldepflichtige, hochansteckende Krankheiten — Masern, Windpocken bei ungeimpftem Personal, Tuberkulose — wird der Kontakt auf das Nötigste beschränkt und der Betriebsarzt informiert; Masern verlangen bei ungeschütztem Personal eine Impfung binnen drei Tagen. Die TRBA 250 ordnet die Apotheke der Schutzstufe 1 zu, mit erhöhter Gefährdung nur bei Tätigkeiten mit Blut und Sekreten; deshalb sind die Maßnahmen Basishygiene, keine Isolierung. Erkranktes Personal bleibt zu Hause — der Präsentismus am HV ist die häufigste Quelle für Ansteckungen im Team.
Merke
Spuckschutz, Maske anbieten, Abstand, kurz, Hände und Flächen danach, lüften — Bote statt Besuch; krankes Personal bleibt daheim.