Neben- und Wechselwirkungen
Zu Beginn und peripher: Übelkeit und Erbrechen, Blutdruckabfall beim Aufstehen, seltener Herzrhythmusstörungen. Sie lassen mit der Zeit nach; einschleichende Dosierung mildert sie.
Zentral: Schlafstörungen, lebhafte Träume, Verwirrtheit, optische Halluzinationen — bei älteren und dementen Patienten häufig und oft der Grund, die Dosis zu begrenzen. Plötzliche Einschlafattacken sind beschrieben.
Harmlos, aber erschreckend: Urin, Schweiß und Speichel können sich dunkel verfärben. Das ist vorher zu sagen, sonst kommt der Anruf.
Beratung
Die eigentlichen Probleme kommen nach Jahren — das Langzeitsyndrom:
Wearing-off — die Wirkung einer Dosis hält nicht mehr bis zur nächsten, weil die verbliebenen Zellen kein Dopamin mehr speichern können. Der Patient spürt das Nachlassen kommen.
On-off-Fluktuationen — unvorhersehbarer Wechsel zwischen Beweglichkeit und plötzlicher Bewegungsblockade, ohne Bezug zur Einnahmezeit.
Dyskinesien — überschießende, unwillkürliche Bewegungen auf dem Wirkgipfel. Für Außenstehende auffälliger als für den Patienten, der die Beweglichkeit meist der Steifheit vorzieht.
Deshalb wird bei jüngeren Patienten oft mit einem Dopaminagonisten begonnen und Levodopa aufgespart — bei über Siebzigjährigen dagegen gleich mit Levodopa, weil die Verträglichkeit dort zählt und die Jahre begrenzt sind.
Nie abrupt absetzen — es droht eine akinetische Krise.
Merke
Anfangs Übelkeit, nach Jahren Wearing-off und Dyskinesien — deshalb bei Jüngeren Levodopa aufsparen.