Fachsprachprüfung Pharmazie · Schmerz · Fall aus der App „FSP Apotheker“
Fall: Fentanyl 25 µg/h Matrixpflaster
Beratungsgespräch, AMK-Berichtsbogen, Kollegengespräch und Prüferfragen
Ein Übungsfall für die Fachsprachprüfung für Apothekerinnen und Apotheker: 49 Gesprächszüge im Beratungsgespräch, der AMK-Berichtsbogen mit 28 ausgefüllten Feldern, das Kollegengespräch, 10 Prüferfragen und 20 Fachbegriffe. Hier stehen die ersten Abschnitte des Gesprächs – Begrüßung und Anliegen und Anamnese, 10 Züge – zum Lesen; alles Weitere ist in der App. In der Web-Version ist dieser Fall frei.
- ArzneimittelFentanyl · stark wirksames Opioid · transdermales Pflaster 25 µg/h · verschreibungspflichtig
- Anwendungsgebietstarke chronische Schmerzen
- PatientHelmut Vogt, 73 Jahre (erfunden)
- NebenwirkungStarke Müdigkeit und Verwirrtheit nach einem heißen Bad
Teil 1: Das Beratungsgespräch – der Anfang
Links die Apothekerin, rechts der Patient; darunter der Beratungspunkt, der daraus festgehalten wird, und gelegentlich ein Tipp. Lesen Sie die Antwort des Patienten und formulieren Sie Ihre nächste Frage laut und laienverständlich, bevor Sie weiterlesen.
Begrüßung und Anliegen
ApothekerinGuten Tag, was kann ich für Sie tun?
PatientGuten Tag. Ich bringe das Betäubungsmittelrezept für meinen Mann. Fentanylpflaster.
TippDie Person vor Ihnen ist nicht der Patient. Das ist bei einem BTM häufig — und es verändert, wen Sie was fragen können.
ApothekerinDanke. Ich schaue mir das Rezept kurz an. — Es ist vollständig und in Ordnung. Sie sind die Ehefrau?
PatientJa. Mein Mann kann nicht mehr gut laufen, deshalb komme ich.
BeratungspunktFür wen — Ehemann der Kundin; Abholung durch die Ehefrau
TippDas BTM-Rezept vor der Beratung prüfen: Es ist nur sieben Tage nach Ausstellung gültig, und es muss die Menge in Buchstaben, die Gebrauchsanweisung und die Unterschrift tragen.
ApothekerinIch würde Ihnen gern einiges zur Anwendung mitgeben — bei diesen Pflastern ist das besonders wichtig. Haben Sie einen Moment?
PatientJa, natürlich.
Anamnese
ApothekerinBekommt Ihr Mann das Pflaster zum ersten Mal?
PatientNein, seit etwa einem halben Jahr. Wegen der Wirbelsäule und dem Tumor.
BeratungspunktVorerfahrung — Fentanylpflaster seit etwa 6 Monaten bei Tumorschmerz
TippEin Fentanylpflaster darf nur bei Patienten angewendet werden, die bereits an Opioide gewöhnt sind. Bei einem Ersteinsatz wäre das die erste Frage an den Arzt.
ApothekerinKommt er mit den Schmerzen zurecht?
PatientMeistens. Zwischendurch braucht er die Tropfen.
BeratungspunktSchmerzkontrolle — Basisschmerz überwiegend kontrolliert, zusätzlich Bedarfsmedikation
ApothekerinWelche Tropfen sind das, und wie oft braucht er sie?
PatientMorphintropfen. Ein- bis zweimal am Tag.
BeratungspunktBegleitmedikation — Morphin-Tropfen als Bedarfsmedikation, 1–2 × täglich
TippDie Bedarfsmedikation neben dem Pflaster ist der Normalfall. Ihre Häufigkeit sagt, ob die Basisdosis passt — mehr als viermal täglich spricht für eine Anpassung.
ApothekerinNimmt er sonst noch Medikamente?
PatientPantoprazol, ein Mittel gegen Verstopfung, und abends etwas zum Schlafen. Tavor, glaube ich.
BeratungspunktBegleitmedikation — Pantoprazol, Laxans, Lorazepam zur Nacht
TippLorazepam neben einem Opioid ist eine Kombination mit erhöhtem Risiko für Atemdepression. Halten Sie sie fest — sie kommt später wieder.
ApothekerinWie ist es mit dem Stuhlgang? Opioide führen fast immer zu Verstopfung.
PatientDas Mittel dafür hat der Arzt gegeben, das klappt.
BeratungspunktVerträglichkeit — Obstipationsprophylaxe vorhanden und wirksam
TippDie Obstipation ist die einzige Opioid-Nebenwirkung, an die sich der Körper nicht gewöhnt. Nach der Prophylaxe zu fragen gehört zu jeder Opioid-Beratung.
ApothekerinSind Allergien bekannt?
PatientNein, keine.
BeratungspunktAllergien — keine bekannt
ApothekerinUnd trinkt Ihr Mann Alkohol?
PatientFrüher gern ein Bier. Jetzt nicht mehr.
BeratungspunktGenussmittel — kein Alkoholkonsum mehr; Nichtraucher
TippAlkohol verstärkt die dämpfende Wirkung des Opioids auf die Atmung. Die Frage ist bei Opioiden keine Höflichkeitsfrage.
Was in der App folgt
Weiter im Beratungsgespräch (39 weitere Züge):
- Das Arzneimittel (2 Gesprächszüge)
- Anwendung und Dosierung (11 Gesprächszüge)
- Nebenwirkungen (3 Gesprächszüge)
- Wechselwirkungen (4 Gesprächszüge)
- Aufbewahrung (3 Gesprächszüge)
- Entsorgung (3 Gesprächszüge)
- Hinweise und Grenzen der Selbstmedikation (2 Gesprächszüge)
- Die aufgetretene Nebenwirkung (9 Gesprächszüge)
- Abschluss (2 Gesprächszüge)
Teil 2: AMK-Berichtsbogen – 28 Felder in 8 Teilen:
- Patient/in
- Beobachtete unerwünschte Wirkung
- Arzneimittel
- Krankheiten und andere anamnestische Besonderheiten
- Relevante Untersuchungsergebnisse
- Maßnahmen/Therapie
- Folgen und Verlauf
- Apotheke
Teil 3: Kollegengespräch – die Übergabe in 7 Blöcken:
- Anlass
- Der Patient
- Das Arzneimittel
- Die Nebenwirkung
- Angaben aus der Fachinformation
- Einordnung
- Weiteres Vorgehen
Teil 4: Prüferfragen – 10 Fragen mit Antwort, zu Sicherheit, Pharmakokinetik, Anwendung, Entsorgung, Wechselwirkung, Recht, Nebenwirkung, Kommunikation.
Teil 5: Fachbegriffe – 20 Begriffe dieses Falls, Fachsprache und Laiensprache.
Den ganzen Fall üben
Dieser Fall gehört zu den Beispielfällen der Web-Version: Im Browser üben Sie ihn kostenlos und vollständig – das ganze Beratungsgespräch, den AMK-Bogen, das Kollegengespräch, die Prüferfragen und die Fachbegriffe. Die anderen Fälle schaltet die Vollversion frei. Die Vollversion im Browser kostet einmalig 29,99 € – kein Abo, kein Konto.
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- Ibuprofen 400 mg (nichtsteroidales Antirheumatikum)
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