Kenntnisprüfung Niedersachsen · Hämatologie und Onkologie · Beispielfrage aus der App
Was tun bei Blutung unter Lysetherapie?
Eine typische Prüfungsfrage aus dem Fachgebiet Hämatologie und Onkologie – beantwortet so, wie man es am Prüfungstisch der mündlichen Kenntnisprüfung sagt: gegliedert, mit den Zahlen und Begriffen, auf die es ankommt. Lesen Sie die Frage, antworten Sie laut, und vergleichen Sie erst dann.
Antwort
Erstes Vorgehen: Lyse sofort beenden und jede begleitende Antikoagulation stoppen. Parallel Kreislaufstabilisierung mit großlumigen Zugängen, Volumen und Kreuzblut, engmaschige Kontrolle von Blutbild, Quick, aPTT und Fibrinogen.
Diagnostik
Bildgebung zur Lokalisation, bei jeder neuen neurologischen Auffälligkeit sofort eine kraniale Computertomographie zum Ausschluss einer intrakraniellen Blutung.
Therapie
Substitution nach Befund: Fibrinogenkonzentrat bei Werten unter 1,5 g/l, gefrorenes Frischplasma, Thrombozytenkonzentrate bei ausgeprägter Thrombopenie, Erythrozytenkonzentrate nach Hämoglobin und Klinik. Bei bedrohlicher Blutung Tranexamsäure als Antifibrinolytikum. Blutungsquelle gezielt versorgen: endoskopisch, interventionell-radiologisch oder chirurgisch.
Merke
Die gefürchtetste Komplikation ist die intrakranielle Blutung. Jede plötzliche Vigilanzminderung oder neu aufgetretene Neurologie unter Lyse ist bis zum Beweis des Gegenteils eine Hirnblutung.
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