Kenntnisprüfung Niedersachsen · Hämatologie und Onkologie · Beispielfrage aus der App

Was ist ein peripherer Blutausstrich?

Eine typische Prüfungsfrage aus dem Fachgebiet Hämatologie und Onkologie – beantwortet so, wie man es am Prüfungstisch der mündlichen Kenntnisprüfung sagt: gegliedert, mit den Zahlen und Begriffen, auf die es ankommt. Lesen Sie die Frage, antworten Sie laut, und vergleichen Sie erst dann.

Antwort

Ein Tropfen Blut wird auf einem Objektträger dünn ausgestrichen, luftgetrocknet und nach Pappenheim gefärbt, also mit May-Grünwald und Giemsa. Unter dem Mikroskop werden Zellzahl, Morphologie und Verteilung beurteilt.

Klinik

Wegweisende Befunde: Fragmentozyten bei mikroangiopathischer Hämolyse wie HUS oder TTP, Blasten bei akuter Leukämie, Auerstäbchen bei der akuten myeloischen Leukämie, Gumprecht-Kernschatten bei der chronischen lymphatischen Leukämie, Sphärozyten bei Kugelzellanämie, basophile Tüpfelung bei Bleiintoxikation.

Diagnostik

Beurteilt werden drei Reihen. Erythrozyten nach Größe, Färbung und Form; auffällig sind Anisozytose, Poikilozytose, Fragmentozyten, Targetzellen, Sichelzellen und Kernreste. Leukozyten im Differenzialblutbild mit Linksverschiebung, toxischen Granulationen und Blasten. Thrombozyten nach Zahl, Größe und Aggregatbildung.

Merke

Der Ausstrich bleibt unverzichtbar, weil automatische Zählgeräte Zellen zwar zählen, aber ihre Morphologie nicht beurteilen können. Bei jedem unklaren Blutbild und bei Verdacht auf Leukämie gehört er dazu.

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