Antwort
Behandelt wird auf der Intensivstation, mit drei Zielen: Blutung sichern, Vasospasmus verhindern, Komplikationen beherrschen.
Diagnostik
Verlaufskontrolle mit transkranieller Dopplersonographie zur Erfassung von Vasospasmen und engmaschige neurologische Kontrolle.
Therapie
Allgemein Bettruhe, Oberkörperhochlagerung um 30 Grad, Analgesie und Sedierung, Stuhlregulierung, Blutdruckführung mit systolischen Werten unter 140 Millimeter Quecksilbersäule bis zur Aneurysmaversorgung. Kausal muss das Aneurysma innerhalb von 72 Stunden ausgeschaltet werden, endovaskulär mit Coiling oder neurochirurgisch mit Clipping. Zur Vasospasmusprophylaxe Nimodipin oral über 21 Tage, das nachweislich die ischämischen Defizite senkt.
Komplikationen
Nachblutung als größte Gefahr in den ersten Stunden bis Tagen, verzögerter zerebraler Vasospasmus zwischen Tag 4 und 14, Hydrozephalus mit Notwendigkeit einer externen Ventrikeldrainage, Hyponatriämie durch zerebrales Salzverlustsyndrom, Krampfanfälle und neurogenes Lungenödem.
Merke
Nimodipin senkt nicht den Vasospasmus im Gefäßdurchmesser, sondern die daraus folgenden ischämischen Schäden. Es wird oral gegeben und darf wegen der Hypotoniegefahr nicht abrupt hoch dosiert intravenös verabreicht werden.