Antwort
Bei der Hashimoto-Thyreoiditis sucht man Antikörper gegen die thyreoidale Peroxidase und gegen Thyreoglobulin. Beim Morbus Basedow dagegen die Antikörper gegen den TSH-Rezeptor.
Klinik
Zur Diagnose gehören außerdem TSH und freies T4 sowie die Sonographie: Bei Hashimoto zeigt sich eine echoarme, inhomogene, oft verkleinerte Schilddrüse, beim Morbus Basedow eine vergrößerte, echoarme Drüse mit stark vermehrter Durchblutung im Farbdoppler, dem sogenannten vaskulären Inferno.
Diagnostik
Antikörper gegen thyreoidale Peroxidase, kurz TPO-Antikörper, sind bei etwa 90 bis 95 Prozent der Hashimoto-Patienten nachweisbar und damit der wichtigste Marker. Thyreoglobulin-Antikörper finden sich bei etwa 60 bis 80 Prozent und ergänzen die Diagnostik, wenn die TPO-Antikörper negativ sind. TSH-Rezeptor-Antikörper sind bei etwa 90 Prozent der Basedow-Patienten positiv und praktisch beweisend; sie können in geringer Höhe auch bei Hashimoto vorkommen.
Therapie
Hashimoto wird bei manifester Unterfunktion mit Levothyroxin substituiert, morgens nüchtern und mit 30 Minuten Abstand zum Essen. Morbus Basedow wird zunächst thyreostatisch mit Thiamazol über 12 bis 18 Monate behandelt; bei Rezidiv folgt die definitive Therapie mit Radiojod oder Operation.
Merke
Zwei Punkte: Die Antikörperhöhe wird nicht zur Verlaufskontrolle bestimmt — sie sagt über die Funktion nichts aus, gesteuert wird über das TSH. Und die endokrine Orbitopathie mit Exophthalmus gehört zum Morbus Basedow, nicht zu Hashimoto; sie kann sich unter Radiojodtherapie verschlechtern.