Antwort
Die multifokale Autonomie bildet sich nicht zurück, deshalb ist eine definitive Therapie erforderlich. Zur Wahl stehen Radiojodtherapie und Operation; Thyreostatika dienen nur der Vorbereitung.
Diagnostik
Für Radiojod sprechen kleines Volumen, hohes Operationsrisiko und Wunsch nach Vermeidung einer Narbe. Für die Operation sprechen große Struma mit mechanischer Beeinträchtigung, retrosternale Ausdehnung, Malignitätsverdacht, Kinderwunsch und die Notwendigkeit einer raschen Sanierung.
Therapie
Zunächst wird mit Thiamazol eine Euthyreose hergestellt, um eine thyreotoxische Krise zu vermeiden. Danach entweder Radiojodtherapie, bei der das autonome Gewebe selektiv Jod aufnimmt und bestrahlt wird, während supprimiertes Normalgewebe weitgehend verschont bleibt; die Wirkung setzt nach zwei bis drei Monaten ein. Oder die Operation als Thyreoidektomie beziehungsweise subtotale Resektion.
Komplikationen
Nach Radiojod entwickelt sich häufig eine Hypothyreose, die substituiert wird; Schwangerschaft ist für etwa sechs Monate zu vermeiden. Nach Operation drohen Rekurrensparese und Hypoparathyreoidismus.
Merke
Radiojod ist in Schwangerschaft und Stillzeit absolut kontraindiziert. Und vor jeder Radiojodtherapie darf kein jodhaltiges Kontrastmittel gegeben worden sein, weil sonst die Aufnahme blockiert ist.