Antwort
Zu unterscheiden sind die Akuttherapie des Anfalls und die Prophylaxe zwischen den Anfällen.
Diagnostik
Prophylaxe ab drei bis vier Attacken im Monat oder bei starker Beeinträchtigung: Betablocker wie Metoprolol oder Propranolol, Kalziumantagonist Flunarizin, Amitriptylin, Topiramat, Valproat; neuer die monoklonalen Antikörper gegen CGRP. Nichtmedikamentös Ausdauersport, Entspannungsverfahren und Kopfschmerzkalender.
Therapie
Im leichten bis mittelschweren Anfall nichtsteroidale Antirheumatika, etwa Ibuprofen 400 bis 600 Milligramm oder ASS 1000 Milligramm, ergänzt durch ein Antiemetikum wie Metoclopramid, das zugleich die verzögerte Magenentleerung bessert und die Resorption fördert. Im schweren Anfall oder bei Versagen der Analgetika ein Triptan, etwa Sumatriptan 50 bis 100 Milligramm oral oder 6 Milligramm subkutan. Wichtig ist die frühe Einnahme zu Beginn der Kopfschmerzphase, nicht während der Aura.
Komplikationen
Beim Status migraenosus, also einer Attacke über 72 Stunden, stationäre Aufnahme, Flüssigkeit, Antiemetika und Glukokortikoide. Bei Einnahme von Akutmedikation an mehr als zehn Tagen im Monat droht ein Kopfschmerz durch Medikamentenübergebrauch.
Merke
Triptane sind bei koronarer Herzkrankheit, nach Infarkt oder Schlaganfall und bei unbehandelter Hypertonie kontraindiziert, weil sie über Vasokonstriktion wirken.