Antwort
Man unterscheidet allgemeine von eingriffsspezifischen Komplikationen.
Diagnostik
Nach der Operation sind anhaltende Schmerzen, Ikterus, galliges Drainagesekret und ein Anstieg von Bilirubin und Cholestaseparametern verdächtig. Abklärung mit Sonographie, dann MRCP oder ERCP.
Therapie
Kleines Leck: ERCP mit Stent zur Druckentlastung. Komplette Durchtrennung des Gangs: operative Rekonstruktion, meist Hepatikojejunostomie.
Komplikationen
Spezifisch und am schwerwiegendsten ist die Gallengangsverletzung mit Läsion des Ductus hepatocholedochus, in etwa 0,3 bis 0,5 Prozent bei laparoskopischem Vorgehen. Weiter Galleleck aus dem Zystikusstumpf oder dem Gallenblasenbett mit Biliom und galliger Peritonitis, Blutung aus der Arteria cystica oder dem Leberbett, Verletzung der Arteria hepatica dextra, verbliebene Steine im Choledochus, Perforation der Gallenblase mit Steinverlust in die Bauchhöhle. Allgemein: Wundinfektion, Trokarhernie, Nachblutung, Thrombose, Verletzung von Darm oder Leber beim Zugang.
Merke
Die Verletzung entsteht typischerweise durch Verwechslung des Ductus choledochus mit dem Ductus cysticus. Schutz bietet die Critical View of Safety: eindeutige Darstellung von genau zwei Strukturen zur Gallenblase vor jedem Clip.