Antwort
Man ordnet sie nach dem Schädigungsmechanismus, das erleichtert das Merken.
Ätiologie
Hämodynamisch, also über eine Senkung des glomerulären Drucks: NSAR durch Konstriktion des Vas afferens, ACE-Hemmer und Sartane durch Dilatation des Vas efferens, Ciclosporin und Tacrolimus. Direkt tubulotoxisch: Aminoglykoside wie Gentamicin, Vancomycin, Amphotericin B, Cisplatin, jodhaltiges Kontrastmittel. Interstitielle Nephritis als allergische Reaktion: Penicilline, Cephalosporine, Sulfonamide, Protonenpumpenhemmer, NSAR. Kristallnephropathie: Aciclovir, Methotrexat, Sulfonamide. Weiter Lithium mit chronischer Schädigung.
Therapie
Vorbeugung: Nierenfunktion vor und unter Therapie kontrollieren, Dosis an die Filtrationsrate anpassen, ausreichend hydrieren, Kombinationen meiden, vor Kontrastmittelgabe Metformin und NSAR pausieren und Volumen geben.
Komplikationen
Besonders gefährlich ist die Kombination, im Alltag als triple whammy bekannt: ACE-Hemmer oder Sartan plus Diuretikum plus NSAR. Zusätzliche Risikofaktoren sind Exsikkose, hohes Alter, vorbestehende Niereninsuffizienz, Herzinsuffizienz und Diabetes.
Merke
Bei jedem unklaren Kreatininanstieg gehört die Medikamentenliste als Erstes durchgesehen. Die häufigste vermeidbare Ursache eines akuten Nierenversagens im Krankenhaus ist ein Medikament.