Kenntnisprüfung Niedersachsen · Hämatologie und Onkologie · Beispielfrage aus der App
Was ist der Coombs-Test?
Eine typische Prüfungsfrage aus dem Fachgebiet Hämatologie und Onkologie – beantwortet so, wie man es am Prüfungstisch der mündlichen Kenntnisprüfung sagt: gegliedert, mit den Zahlen und Begriffen, auf die es ankommt. Lesen Sie die Frage, antworten Sie laut, und vergleichen Sie erst dann.
Antwort
Der Coombs-Test, auch Antihumanglobulintest, weist Antikörper gegen Erythrozyten nach. Es gibt eine direkte und eine indirekte Variante.
Klinik
Das Prinzip: Antikörper der Klasse IgG sind zu klein, um Erythrozyten von selbst zu verklumpen. Das zugesetzte Antihumanglobulin überbrückt sie und macht die Agglutination sichtbar.
Diagnostik
Der direkte Coombs-Test untersucht die Erythrozyten des Patienten und zeigt, ob ihnen bereits Antikörper oder Komplement anhaften. Man verwendet ihn bei autoimmunhämolytischer Anämie, beim Morbus haemolyticus neonatorum, bei der Transfusionsreaktion und bei medikamenteninduzierter Hämolyse. Der indirekte Coombs-Test untersucht das Serum und zeigt, ob darin freie Antikörper gegen fremde Erythrozyten kreisen. Er wird bei der Kreuzprobe vor Transfusion, beim Antikörpersuchtest und in der Schwangerenvorsorge zur Rhesusprophylaxe eingesetzt.
Therapie
Bei positivem direktem Test wird die Hämolyse weiter abgeklärt: Haptoglobin erniedrigt, LDH und indirektes Bilirubin erhöht, Retikulozyten erhöht.
Merke
Eselsbrücke: direkt gleich am Erythrozyten, indirekt gleich im Serum. Kreuzprobe und Antikörpersuchtest sind indirekt, die Abklärung einer Hämolyse ist direkt.
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