Antwort
Der Unterschied liegt in der physikalischen Grundlage: Die Computertomographie arbeitet mit Röntgenstrahlen und misst Dichteunterschiede, die Magnetresonanztomographie mit einem starken Magnetfeld und Radiowellen und misst das Verhalten von Wasserstoffkernen.
Diagnostik
Vorteile der CT: sehr schnell, in Minuten verfügbar, damit die Methode der Wahl in der Notfall- und Traumadiagnostik; hervorragend für Knochen, frische Blutungen, Lunge und Verkalkungen; keine Probleme mit Metallimplantaten; auch beim instabilen oder unruhigen Patienten durchführbar. Nachteile: ionisierende Strahlung, geringerer Weichteilkontrast, jodhaltiges Kontrastmittel mit Risiko für Nephropathie und Schilddrüsenentgleisung. Vorteile der MRT: keine Strahlenbelastung, ausgezeichneter Weichteilkontrast, deshalb erste Wahl für Gehirn, Rückenmark, Gelenke, Bandscheiben und Becken; Gadolinium ist nicht nephrotoxisch im klassischen Sinn. Nachteile: 20 bis 60 Minuten Untersuchungszeit, laut und eng mit Problemen bei Klaustrophobie, teuer und seltener verfügbar, Bewegungsartefakte.
Komplikationen
Kontraindikationen der MRT: ältere Herzschrittmacher und Defibrillatoren, Cochleaimplantate, ferromagnetische Fremdkörper, besonders intraokular. Gadolinium ist bei schwerer Niereninsuffizienz zurückhaltend einzusetzen wegen der nephrogenen systemischen Fibrose.
Merke
Als Faustregel: Knochen und Notfall gehören ins CT, Weichteile und Nervensystem ins MRT. Bei Kindern und Schwangeren wird wegen der Strahlung wann immer möglich die MRT oder die Sonographie bevorzugt.