Antwort
Die Diagnostik läuft parallel zur Behandlung und hat nur ein Ziel: so schnell wie möglich zu klären, ob eine Blutung vorliegt und ob ein großes Gefäß verschlossen ist.
Klinik
Begleitend Labor mit Blutbild, Gerinnung, Elektrolyten und Nierenwerten, 12-Kanal-EKG und zwei venöse Zugänge. Die Ursachensuche mit Duplexsonographie, Echokardiographie und Langzeit-EKG folgt erst nach der Akutversorgung.
Diagnostik
Am Patienten zuerst Blutzucker, weil eine Hypoglykämie jedes fokale Defizit imitieren kann, dazu Vitalparameter, neurologische Untersuchung mit NIHSS und die entscheidende Frage nach dem Symptombeginn beziehungsweise dem letzten Zeitpunkt, an dem der Patient sicher gesund war. Bildgebung ohne Verzögerung: natives kraniales CT zum Blutungsausschluss, CT-Angiographie vom Aortenbogen bis intrakraniell zur Frage eines Gefäßverschlusses. Bei unklarem Zeitfenster oder Wake-up-Stroke zusätzlich Perfusions-CT oder MRT mit Diffusions-FLAIR-Mismatch, um rettbares Gewebe darzustellen.
Merke
Das native CT dient nicht dem Nachweis der Ischämie, sondern dem Ausschluss der Blutung. Ein frischer Infarkt ist darin in den ersten Stunden meist noch gar nicht zu sehen, und ein unauffälliges CT ist genau die Voraussetzung für die Lyse.